Kultur pur

Es gibt sicherlich wenige Regionen in Europa, die eine solche perfekte Mischung aus Radsport und Kultur bieten können. Über 3.000 Jahre Geschichte radelnd erleben, das ist schon etwas Außergewöhnliches. Der Begriff Radkultur scheint nirgendwo angebrachter als im Südosten der Insel.

Wir empfehlen deshalb unbedingt während des Radurlaubs, auch mal das Rennrad im Radkeller zu lassen und auf Entdeckungsreise zu gehen. Es lohnt sich!!

Wir stellen im folgenden einige kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten vor.

 

Siracusa

Die einstige Weltstadt liegt nur ca. 10 km von unserem Hotel entfernt. Die Besichtigung von Siracusa ist auf jeden Fall sehr sehenswert und auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Siracusa ist eine der ältesten Städte des Mittelmeerraums und bedeutendste antike Stadt der Insel. Wer in der Antike etwas auf sich hielt, lebte in Siracusa. Die Stadt war damals nicht nur die Metropole Siziliens, sondern das Zentrum des Mittelmeeres.

Stadtbesichtigung Siracusa

Besonders die historische Altstadt Ortygia lädt zu einem Stadtbummel ein. Einmal in der Woche (Mittwoch) besichtigen wir das eigentliche Herz von Siracusa. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten sich hier die verschiedenen Kulturen ab und hinterließen dabei ihre Spuren, die diesem Ort ein eizigartiges Erscheinungsbild verliehen. Wir beginnen unseren Rundgang an der Brücke Ponte Nuovo, die zur ca. 1 qkm großen Insel Ortygia führt und bummeln zuerst durch den Markt von Syracusa. Hier pulsiert an den Ständen das Leben. Vor allem die Fischstände mit ihren "Marktschreiern" sind allein schon den Rundgang wert. Vorbei am Apollotempel gelangen wir über den Piazza Archimede zum Domplatz mit seinem fast ellipsenförmigen Grundriss. Der Dom liegt am gleichnamigen Platz. Nach dessen Besichtigung wandern wir zur Fonte Aretusa, der Süßwasserquelle mitten in der Stadt. An der langen Uferpromenade mit seinen vielen Restaurants und Cafés laufen wir zurück zum Ausgangsort.

Dauer: etwa 2 Stunden
Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, max. 15 Personen

Weitere Sehenswürdigkeiten

Archäologische Park u.a. mit dem griechischen Theater und dem Ohr des Dionysios
Archäologische Museum Paolo Orsi mit 9.000 qm Ausstellungsfläche und 18.000 Ausstellungsstücken
Dom Madonna delle Lacrime (Tränenmadonna), die Wallfahrtskirche

Cava Grande

Das Kalkgestein ist typisch für das hibläischen Hochland. Vom Küstenstreifen weg ziehen sich die gigantischen Kalksteinplateaus ins Landesinnere. Der imposanteste und größte Canyon in den Bergen des Monte Iblei ist die Cava Grande mit einer Länge von 10 km und 250 m Tiefe.Die Veetation im Canyon ist üppig, dank der "dauerbewässerung" durch das Flüsschen Fiume Cassibile.

Wanderung Cava Grande

Für alle Wanderfreunde bieten wir immer Mittwochs eine Wanderung in der Cava Graden an (Voraussetzung ist allerdings gutes, trockenes Wetter!!). Von der Plattform hoch über dem Canyon aus, führt ein enger Wanderpfad hinter zu den smaragdgrünen Wasserläufen des Canyons. Das Naturreservat beherbergt viele außergewöhnliche Pflanzen und Tiere. Für den weg hinunter benötigt man etwa eine halbe Stunde. In den aufgestauten Flußbecken kann je nach Wetterlage ein erfrischendes Bad genommen werden.
Der Aufstieg zur Plattform dauert dann ca. eine Stunde. Für diese Wanderung mit Führung benötigt man festes Schuhwerk ( Joggingschuhe reichen aus). Der Höhenunterschied beträgt ca. 250 m.
Dauer: etwa 4 Stunden
Mindestteilnehmerzahl: 3 Personen, max. 7 Personen

Noto

Ohne Übertreibung - Noto ist das Superlativ unter Siziliens Barockstädten und zählt zurecht seit 2002 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Noto wurde nach dem desaströsen Erdbeben von 1693 komplett neu aufgebaut. Siziliens beste Barockbaumeister hatten mehr oder minder freie Hand und erschufen Kirchen, Paläste und Dom im Stil des sizilianischen Barocks. Beim Aufbau der neuen Stadt wurde ein rechtwinkliges Straßenraster zugrunde gelegt. Bevorzugtes Baumaterial für Kirchen und Paläste war heller Kalktuff aus der Region.

Diese unglaublichen Bauwerke sind in der heutigen Zeit Fluch und Segen zugleich. Als schönste Barockstadt Siziliens ist Noto touristsicher Anziehungspunkt in der Region. Auf der anderen Seite sind die Baudenkmäler mittlerweile in die Jahre gekommen und die Bausubstanz bröckelt mehr und mehr. Als 1996 die Kuppel des Doms einstürzte, waren sich die Stadtoberen einig, dass in Sachen Restauration etwas passieren muste. Die Kuppel wurde bis 2007 neu gebaut und die Kirche Nicolo di Mara e Corrado vollständig restauriert. Doch die finanziellen Mittel für die Vielzahl an baufälligen Gebäuden reichen bei weitem nicht aus. So müssen immer mehr Baudenkmäler gestützt werden oder der Zutritt ist aus SIcherheitsgründen nicht mehr möglich.

Dennoch Noto ist eine beeindruckende Stadt. Das Zusammenspiel zwischen barocken Bauten, sizilianischem Flair und der schmucken Altstadt ist sehenswert. Noto liegt nur 20 km von unserem Standort entfernt und selbst mit dem Rad leicht zu erreichen.

Fluss Ciane

Der Fluss Ciane ist ein kleines Flüsschen in der Nähe von Siracusa. Kurz vor seiner Mündung bei den Salinen von Siracusa ins Ionische Meer vereinen sich die beiden Flüßchen Ciane und Anapo.

Das Besondere: Die Ufergebiete sind die einzigen (!!!) Stellen Europas, an denen noch wilde Papyrusstauden wachsen. Sie wurden 1984 zusammen mit den Salinen unter Naturschutz gstellt.

Der Ciane-Fluss ist ca. 8 km von unserem Standort entfernt und deshalb mit dem Rad leicht zu erreichen.